Hypnose-Glossar
- Fachausdrücke über Hypnose, Hypnosetherapie, Hypnose-Coaching, Selbsthypnose und Sporthypnose
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- Hypnose-Glossar, Infos über Hypnose, Hypnosetherapie und Hypnose-Coaching
Abbé de Faria:
Sein richtiger Name José Custodio de Faria (1755-1819) war ein portugiesischer Priester und Hypnotiseur. Er benutzte ein Induktionsverfahren, nämlich eine Schreckhypnose, das dem Verfahren ähnelt, das Freud später an wandte. Er war der Erste, der eine Verbindung zwischen Hypnose und Suggestion feststellte.
Adipositas:
Über das Normalmass hinausgehende Vermehrung des Körperfetts.
Affekt:
Zeitliche kurze und intensive Gefühlsregung.
Affirmation:
Affirmation steht für bekräftigen, versichern, beteuern..
Also Positive Formulierungen, die Denkmuster, das Verhalten und die Stimmung beeinflussen sollen.
Affirmationen arbeiten nach der Theorie von ersetzen. Wenn du ein verschmutztes Glas Wasser hast und unter einem Wasserhahn langsam sauberes Wasser einfüllen lässt, dann wird sich das schmutzige Wasser nach und nach mit sauberen ersetzt.
Dasselbe Prinzip kann für negativ gedachte Gedanken angewandt werden.
Alpha-Wellen:
Die Alpha-Wellen signalisieren, dass sich der Hypnotsand in einer leichten Trance befindet. Das sind Wellen mit einer Frequenz von 8-12 Hz.
Altersprogression:
Eine mentale Zeitreise in die Zukunft, so dass man sich selber in der Zukunft sieht um ein bestimmtes Potential in der Zukunft zu erleben.
Altersregression:
Rückführung einer Person in die Vergangenheit im jetzigen Leben, Geburt, Schwangerschaft bis zur Zeugung.
American Board of Hypnotherapy:
Das ABH ist eine der grössten privatwirtschaftlichen Hypnose-Vereinigungen der USA
Amnesie:
Das Vergessen von Erlebnissen – Gedächtnis-Inhalten von zeitlichen oder inhaltlichen Erinnerungen.
Analgesie:
Schmerzlosigkeit, Aufhebung der Schmerzempfindung.
Anästhesie:
Völlige Unempfindlichkeit gegen Schmerz-, Temperatur- und Berührungsreize. Das heisst, den Organismus dazu zu bringen, erzeugten Schmerz nicht zu spüren, die Schmerzleitung wird unterbrochen.
Armkatalepsie:
Ein Arm kann zum Beispiel stundenlang starr in der Luft bleiben.
Augenfixation:
Anstarren eines Objekts das die Augenmuskeln ermüdet und die Neigung in Trance zu gehen, verstärkt.
Autohypnose:
Wird auch als Selbsthypnose bezeichnet, die Selbst-Hypnose ist eine Hypnose, die man selbst einleitet, durchführt und selbst wieder zurück nimmt.
Autosuggestion:
Ist eine Selbstsuggestion die man sich selber gibt.
Der französische Apotheker Emile Coué (1857-1926) kann als Begründer der Autosuggestion betrachtet werden. Grundlage für seine Lehre war die Auffassung, dass nicht nur der Wille bedeutsam ist, sondern auch die Einbildungskraft eine grosse Rolle spielt. Die Fähigkeit, an etwas zu glauben, sich Dinge vorzustellen ist die Antriebskraft unseres Handelns.
Er setzte das gezielt für seine Therapie ein und konnte erstaunliche Heilerfolge erzielen.
Beta-Wellen:
Die Bata-Wellen signalisieren, dass sich der Hypnotisand in einem Wachzustand, bei erhöhter Aufmerksamkeit oder Konzentration befindet. Das sind Wellen mit einer Frequenz von 13-30 Hz.
Braid
James Braid (1759 – 1960) war ein schottischer Arzt und Chirurg und er hat den Begriff Hypnose (1841) geprägt. Die Hypnose an und für sich ist eine uralte Methode.
Wir wissen seit Braids versuchen (1841), dass sich ein Hypnose-Zustand ohne jede Aussenbeeinflussung ausbilden kann.
Weiterhin, dass auch die Beeinflussung von aussen nur einen Anstoss zur Hypnose darstellt, dass aber die Hypnose eigentlich immer von selbst entsteht und daher im Grunde eine Selbsthypnose ist.
Biofeedback
Biofeedback ist eine Rückmeldung biologischer Vorgänge, die der unmittelbaren Bewussten Wahrnehmung nicht zugänglich sind. Es gibt verschieden Methoden, sei es mit Geräten, mit dem Muskeltest wie wir es von der Kinesiologie her kennen, oder der idemotorischen Abfrage in Hypnose. Biofeedback ist eine wissenschaftlich anerkannte Methode und wird vielmals im Sport, in der Medizin, wie auch in der Psychologie erfolgreich angewendet..
Briefhypnose
Die Briefhypnose ist eher eine veraltete Methode im Zeitalter anderer technischen Möglichkeiten wie Mp3- oder CD`s Players. Im weitesten Sinne ist die Briefhypnose auch eine verbale Methode, da ja das geschriebene Wort ja auch Vorstellungsinhalte wachrufen kann. Nicht zu unterschätzen ist die unglaubliche Macht dieser Methode, davon gibt es genügend klassische Beispiele aus der Werbung, die ja erwiesener Weise unglaubliche Erfolge erzielt.
Charcot J. M.
Jean Martin Charcot (1825-1893) Professor der pathologischen Anatomie, erhielt 1882 eine persönliche Professur für Neurologie. Er war der Lehrer Freuds und er kam zu der abseitigen Annahme, dass Hypnose eine “künstliche Hysterie” sei. Die Versuchspersonen für seine Experimente waren seine Patienten aus seiner Klinik Salpêtrière, die dort wegen schwerer Hysterie stationiert waren. Seine Theorie war völlig falsch, da die schwerst pathologischen Patienten auch nur pathologisch reagieren konnten und in Hypnose in gänzlicher Weise hysterische Phänomene darboten. Die Hypnose ist beim ganz normalen Menschen eine äusserst wohltuende tiefe Beruhigung, hat also rein und gar nichts mit Hysterie zu tun.
Charcot stand in scharfen Gegensatz zu “Nancy-Schule”, die hauptsächlich mit normalen Menschen und Charcot meistens mit schwer psychisch kranken Menschen arbeitete. Trotz seines Fehlschlusses war Charcot ein bedeutender Vorkämpfer in der Hypnoseforschung.
Charcot bediente sich mehrere unterschiedliche Hypnose-Methoden, unter anderem auch eine Abwandlung der Methode von Braid. Hierbei wurden Glasstücke dicht an die Nasenwurzel des Patienten gehalten. Er verwandte auch Mesmers Streichmethode. In der Hauptsache aber wurde er bekannt durch seine Faszinationstechnik. Wenn eine Schlange ihr Opfer durch anstarren lähmt, so ist dies ein durch Faszination hervorgerufener hypnotischer Zustand. Etwas Ähnliches geschieht, wenn ein Mensch vor Schreck erstarrt. Auch das ist ein hypnotischer Zustand. Charcot nutzte diesen Umstand zur Hypnose aus. Er verwandte unter anderem explodierende Schiessbaumwolle und das aufflammende starke Kalklicht und erschreckte auf diese Weise die Patienten, die dann in eine hypnotische Trance fielen.
Chloroform
War früher als Inhalatiosanästhetikum verwendet worden und löste die Hypnose-Anästhesie wie sie der englische Chirurg James Braid vor 1848 anwandte gänzlich ab.
Dauerhypnose:
Hinweise Steiners und anhand EEG-Besonderheiten lassen darauf schliessen, dass die gesamte Kindheit in einer Art Dauerhypnose stattfindet, je jünger desto tiefer. Deshalb sind Erziehungsmassnahmen bei Kleinkinder Suggestionen in Hypnose gleichzusetzen.
Emilé Coue:
Emilé Coue verwendete ab 1898 Autosuggestionen zu Heilwecken.
Eingebettete Suggestionen:
Während der Hypnose werden Wörter, Pharsen und Metapher verwendet, um die Suggestionen an das Unterbewusstsein zu verstärken.
Epyhypnose:
Ist das selbe wie eine Posthypnose oder einen posthypnotische Suggestion. Eine in Hypnose erteilte Suggestion oder Signal, die das Verhalten der Person nach der Hypnose-Sitzung beeinflussen soll. Posthypnotische Suggestionen sollen zu einem späteren Zeitpunk, also nach der Hypnose-Sitzung wirksam werden. Es soll also nach der Hypnose-Sitzung die gewünschte Veränderung herbeigeführt werden.
Forensische Hypnose:
Die Hypnose im forensischen Bereich dient der Aufklärung von Kriminalfällen bei Zeugenbefragungen. Bis heute gibt es keinen wissenschaftlichen Beweis der Genauigkeit von Erinnerungen, die unter Hypnose hervorgerufen werden. Die forensische Hypnose ist daher recht umstritten.
Franz Anton Mesmer
Franz Anton Mesmer (1743-1815) war ein deutscher Arzt der hauptsächlich in Wien und Paris praktizierte. Er schrieb im Jahr 1766 das Buch “Vom Einfluss der Sterne und Planeten auf den menschlichen Körper”, daraus entwickelte er das Konzept des animalischen Magnetismus – die Vorstellung, dass die Planeten eine unsichtbare astrale magnetische Wirkung nicht nur auf die Weltmeere, sondern auch auf die Menschen, Pflanzen und Tiere habe.
Er behauptete, dass eine ungünstige Verteilung diese Magnetismus im menschlichen Körper alle möglichen Krankheiten auslösen könne. Franz Anton Mesmer stellte fest, dass er mit Hilfe von Magneten oder mit seinen blossen Händen kranken Menschen helfen konnte. Er strich mit Magneten oder seinen Händen über gewisse Körperteile, seine Patienten fielen während dieser magnetischen Behandlungen in einen hypnotischen Zustand. Mit dieser Methode hatte er sehr grosse Heilerfolge, seine Behandlungen waren so beliebt, dass ganze Menschenmassen zu ihm strömten unter anderem auch die Familie Mozart.
Mesmers Ruf wurde arg gestört, als man ihm einen Skandal im Zusammenhang mit einem blinden Mädchen anhängen wollte. Er wurde als Scharlatan verschrien und er verliess darauf Wien nach Paris, wo er ebenfalls eine magnetische Praxis eröffnete. Hier praktizierte er sehr erfolgreich, die Schulmedizin sah in ihm einen zu grossen Konkurrenten und akzeptierten seine Erfolge nicht.
1780 setzte der französische König eine Kommission ein, um die mesmerische Heilerfolge unter die Lupe zu nehmen. Diese befand, dass die magnetischen Phänomene auf Einbildung beruhten, zweifelten aber seine Erfolge nicht an.
Die französische Revolution setzte Mesmers Praxis ein Ende.
Fremdhypnose:
Hypnose, die durch eine andere Person induziert wird
Hypermnesie:
Hypermnesie tritt meistens in einer leichten Trance auf und sind Erinnerungen von lebhaften oder vollständigen Erlebnissen, die in Vergessenheit geraten waren. Das ist ein guter Zustand um das Aufarbeiten von seelischen Blockaden.
Hypnotherapie:
Dient zum Zweck der Therapie
Ideomotorik:
Signale die vom Unterbewusstsein direkt an die Muskeln gesandt werden.
Ideomotorische Reaktion:
Eine ideomotorische Reaktion ist, wenn sich die Muskeln einer Person unwillkürlich bewegen.
Induktion:
Die Induktion ist dafür verantwortlich, wo der Hypnotisand in den Trancezustand versetzt wird.
Katalepsie:
Katalepsie ist eine Gliederstarre vereinzelter Körperteile oder des gesamten Körpers.
Konfabulation:
Das auffüllen von Erinnerungslücken mit Hilfe der Phantasie
Nocebo:
Genau so wie das Scheinarzneimittel (siehe Placebo) die gewünschte Wirkung erzielen kann, ruft der Nocebo-Effekt unter Umständen auch die unerwünschte Nebenwirkung hervor.
Placebo:
Scheinarzneimittel, eine inaktive Substanz oder Behandlung, die keine direkte Auswirkungen auf die Erkrankung hat, aber dennoch zu einer Besserung oder Heilung führen kann.
Posthypnotische Suggestionen:
Eine posthypnotische Suggestion ist eine in Hypnose erteilte Suggestion, die das Verhalten der Person nach der Hypnose-Sitzung beeinflusst. Posthypnotische Suggestionen sollen zu einem späteren Zeitpunk, also nach der Hypnose-Sitzung, wirksam werden. Sie soll der Person helfen, eine gewünschte positive Veränderung zu realisieren.
Raikov-Effekt:
Der sowjetische Psychiater Dr. Vladimir Raikov entwickelte die Methode “Raikov-Effekt” ,der “künstliche Reinkarnation” genannt wird. Dabei versetzt er Menschen in tiefe Hypnose, um sie glauben zu lassen, sie seien tatsächlich zu einem grossen Genie der Geschichte geworden.
Rapport:
Vertrauen zwischen Hypnotiseur und Hypnotisand; eine Art emotionale Brücke zwischen den beiden.
Reframing:
Umdeuten eines negativen Sachverhalts oder einer negativen Eigenschaft durch Veränderung des Bildes in einen positiven Sachverhalt oder positiven Eigenschaft.
Trance:
Trance ist ein hervorgerufener Zustand der Bewusstseinsveränderung mit Einengung der Aufmerksamkeit, Minderung des Realitätsbezug und gesteigerter Suggestibilität.

